Unterrichtung nach 34a § GewO | 40 Stunden

Unterrichtung nach 34a § GewO | 40 Stunden


Project Description

Unterrichtung nach 34a GewO für Arbeitnehmer.

Wichtige Info: Bitte beachten Sie die Änderungen zur Unterweisung (Unterrichtung).
Wir empfehlen die Ausbildung mit Sachkundeprüfung, da dieser Beruf die bessere Zukunftsperspektive für Sie darstellt.

Die Unterrichtung im Bewachungsgewerbe am Standort Berlin.

Die in Kooperation mit der IHK Berlin durchgeführte Unterrichtung für Bewachungspersonal ist für Personen gedacht, die mit der Durchführung von Aufgaben im Bewachungsgewerbe – der Unterrichtung nach 34a § GewO Abs. 1 Satz 4 – der Gewerbeordnung beschäftigt werden sollen. Hierzu ist ein Unterrichtungsnachweis notwendig.

Die Unterrichtung – auch als Unterweisung bekannt – ist ein Teilbereich der Sachkundeprüfung. Im Sicherheitsgewerbe auch der kleine Schein genannt. Die Tendenz am aktuellen Arbeitsmarkt geht über zur Sicherheitsfachkraft, da Auftraggeber vermehrt nach Fachpersonal für große Projekte suchen.

Die Unterrichtung nach § 34 a GewO für Arbeitnehmer ermöglicht eine Beschäftigung bei einem Sicherheitsunternehmen – zum Beispiel in den Bereichen:

  1. Objektschutz (ehemals Werkschutz)
  2. Wachdienst für Revier- und Streifenwache
  3. Transporte für Geld- und Wertsachen
  4. Empfangsdienst im Objektschutz mit Zugangskontrolle
  5. Schutz an Personen
  6. Veranstaltungsschutz mit Ausnahme zugangsgeschützter Großveranstaltungen
  7. Bewachungstätigkeiten in Asylbewerberheimen ohne Leitungsfunktion

 

Unterrichtszeiten

Montag – Freitag von 8:00 – 16:00 Uhr

(40 Stunden à 45 Minuten )

 

Voraussetzungen

  • gültiger Identitätsnachweis
  • Sprachniveau: mindestens B1
  • mindestens 18 Jahre

 

Zur Auswahl stehen im Sicherheitsdienst folgende Optionen:

 

 Allgemeine Informationen für die Unterrichtung nach 34a § GewO erfahrt Ihr hier: 34a GewO und aktuelle Änderungen zur Unterrichtung von 2016

Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach §34a? Wir bringen Licht ins Dunkeln!

Das Thema Unterrichtung – auch als Unterweisung bekannt – ist seit paar Jahren eine umkämpfte Diskussion. Viele Betroffene und Interessierte sind verwirrt. Was ist nun mit der Unterweisung? Wird es diese zukünftig weiterhin geben? Was ändert sich?

Mit der Einführung der Sachkundeprüfung nach §34a sind alle Personen, die am 1.1.2003 rückwirkend 3 Jahre ohne Unterbrechung versicherungspflichtig im Bewachungsgewerbe tätig waren, von der Sachkunde befreit.

Alle anderen, die in bestimmten Bereichen der Sicherheit eine Beschäftigung suchen, sind verpflichtet, sachkundig zu sein und somit durch die Prüfung ihre Kompetenz nachweisen zu lassen.

Die betroffenen Bereiche sind wie folgt:

  • Kontrollgänge im öffentlichen Verkehrsraum (Citystreifen), im Hausrechtsbereichen mit tatsächlich öffentlichem Verkehr
  • Kaufhausdetektiv -> Schutz vor Ladendiebstahl
  • Überwachungen im Einlassbereich von gastgewerblichen Diskotheken (Türsteher)

 

Seit 2017 kamen folgende Bereiche hinzu:

Beschäftigte im Asylheimen im Führungsbereich sowie alle Führungskräfte in allen Bereichen der Sicherheit (Führungskräfte = Kräfte, die mit der Betreuung anderer Mitarbeiter beauftragt sind, z.B Objektleiter, Bereichsleiter, Kontrollinspektoren, Gruppenführer, etc.)

Die 80-stündige Unterrichtung entfällt seit 2017. Hinzu kommen die Themen Konfliktsituationen und interkulturelle Kompetenz.

 

security newsTendenz – Wohin geht die Reise?

In Zukunft werden die Bereiche mit Unterweisung reduziert und mehr Bereiche sachkundig werden.

Arbeitgeber in der Sicherheit haben sich bereits darauf eingestellt, nur sachkundiges Personal einzustellen, um die Qualität in ihren Firmen fortlaufend zu gewährleisten. Der Grund hierfür ist, einen Personalmangel oder einen Austausch entgegenzuwirken, da dies alles mit Zeit und Kosten verbunden ist.

Der Trend geht immer mehr dahin, nur noch sachkundiges Personal einzustellen. Der Arbeitgeber verfolgt das Ziel, einen geregelten Kundenstamm zufriedenzustellen.

Da sachkundiges Personal kompetent sowie qualitativ hochwertig ist, haben die Arbeitgeber auch weniger mit rechtlichen Konsequenzen zu rechnen. In Zukunft werden alle Bereiche mit Sachkunde gefüllt. Es wird somit zwangsläufig dazu kommen, dass alle Mitarbeiter in den Firmen mit Unterweisung ausgetauscht werden müssen, da für Sie immer geringere Einsatzmöglichkeiten vorhanden sind. Personal, welches nicht eingesetzt werden kann, ist ein zusätzlicher Kostenfaktor für den Arbeitgeber.

Deshalb bieten wir als Träger von Bildungsfeld sicherheitsorientierte Interessenten an, ein Berufsfundament mit dem alle Bereiche in der Sicherheit abgedeckt werden können.

Die Ausbildung zur Sicherheitsfachkraft erfordert darüber hinaus den Umgang mit Gesetzestexten. Daher ist es von Vorteil der deutschen Sprache in Wort und Schrift mächtig zu sein. Unser Dozent übersetzt das juristische Deutsch für Sie verständlich, damit Sie aktiv unterstützt werden und Sie sich recht zügig zurechtfinden. Daher ist Ausdauer und der eigene Wille ausschlaggebend.

 

Das Interview mit unserem Fachdozenten Herr Ergün aus dem Sicherheitsbereich um die Dauerproblematik Unterrichtung

„Die Zukunftsprognose geht in die Richtung, dass wir als Sicherheitsdienstleiter – ob nun Arbeitgeber oder Arbeitnehmer – ein hohes Interesse haben, uns von dem Low-Budget-Segment zu verabschieden. Leider hindern uns die bestehenden Tarife sowie Qualitätsvorstellungen in der Ausführung unseres Dienstes daran. Wir lösen uns von dem Gedanken, Sicherheitsfachkräfte nur als „Hüter“ von fremden Eigentum anzusehen. Verantwortung, Koordination, Kompetenz und Spürsinn sind wertvolle Eigenschaften als Sicherheitsfachkraft, die nicht jeder mit sich trägt.

Ein Sicherheitsmitarbeiter muss, bevor er im Sicherheitsgewerbe aktiv wird, bereits einen Nachweis über die Kompetenz erbringen. Über folgende Gesetzesbücher erstreckt sich eine solche Kompetenz: GG (Grundgesetzt), BGB, StGB, Bundesdatenschutzgesetz (BDSG), Unfallverhütungsvorschriften, Sicherheitstechnik, Umgang mit Menschen (Psychologie), Arbeitsstättenregelung, etc.“

Eine Sicherheitskraft wird wie bekanntlich schriftlich sowie mündlich einer Prüfung unterzogen, in der er seine Kompetenz nachweisen muss. Die rechtlichen Vorschriften, fachspezifischen Pflichten und Befugnisse sowie deren praktische Anwendung wird meist oder im geringen Maße von der Branche nicht ausreichend honoriert. Der Bereich der Sicherheit wird in den nächsten Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnen: Da dem Staat nicht ausreichend Kräfte zur Verfügung stehen, wird die Nachfrage weiter steigen, um Bereiche der Sicherheit staatlich abzudecken.

Danke für das Interview und deine Expertise, Herr Ergün! Unser Fachdozent empfiehlt die Ausbildung zur Sicherheitskraft mit Sachkundeprüfung und sieht das Boot Unterrichtung als sinkendes Schiff.

Unsere Buchempfehlung: IHK – Die Weiterbildung: Lernmaterialien für Einsteiger im Bewachungsgewerbe.

Letzte Änderung am 11.07.2017

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